Blaue Hühner


Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Mann beschließt Elli in das Haus, in dem einst ihre Urgroßeltern lebten, zu ziehen. Alles hätte so schön werden können, wenn sie nicht.... plötzlich vor einer halb verfallenen Ruine stehen würde.

 

Trotz Löchern in den Wänden und Unmengen an Müll beginnt sie das Abenteuer Renovierung . Beim Ausräumen, Wegwerfen und Putzen findet Elli durch Zufall die Tagebücher ihrer Urgroßmutter in verschiedenen Verstecken im Haus und taucht ein in eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familie. Eine Vergangenheit, über welche nie groß gesprochen wurde.

 

Immerhin war ihr Großvater Offizier. Im dritten Reich. Die Tagebücher beschreiben Elli den Weg, den die Familie während der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts beschritt und auch, warum der geliebte Opa für Hitler in den Krieg zog. Es sind Geschichten von Kinderstreichen, dem Alltag einer Großfamilie und verlockenden Versprechen eines Staates, den in dem kleinen, alten Fachwerkhaus niemand durchschaute. Immer wieder liest Elli in den Aufzeichnungen, renoviert ihr Traumhaus entgegen der Pläne eines Bauinvestors, dem das schiefe Häuschen ein Dorn im Auge ist.

 

Elli gibt, auch nach immer wiederkehrenden Ärgernissen mit ihrem Exmann, der auch der Architekt der neuen Häuser nebenan sein soll, nicht auf und findet einen Helfer in ihrer Not in Form des Mäusephobikers Johannes. Und Mäuse, die gibt es in solch einem alten Gemäuer genug. Und Arbeit. Und Liebesgeschichten. Nur nicht für Elli. Sie hat damit abgeschlossen. Nie wieder ein Mann. Oder so. Oder doch?